Donnerstag, 30. November 2017

MONATSIMPRESSIONEN / November 2017

Im November war ich wenig mit der Kamera unterwegs, an dunklen Orten habe ich dann mit dem Smartphone fotografiert und dementsprechend unscharf sehen einige Bilder hier aus, aber wie ihr seht, ich kann an kein sich-in-Szene-stellendes Tier vorbei laufen ohne die Kamera drauf zu richten... LOL... Mein Vorhaben für das kommende Jahr (ja, die guten Vorsätze können auch in November schon Anklang finden!) mehr Konzertbilder zu machen, aber das wird einiges an Disziplin erfordern, denn meist werde ich zu sehr in die Stimmung des Moments eingesogen, dass ich schlicht und einfach vergesse zu fotografieren.





Berlin-Kreuzberg

The Adicts und Bad Co Project im Astra (Berlin) am 16.11.2017
Dieser Beitrag erscheint auch abgewandelt bei den Fredissimas.

Montag, 27. November 2017

Herz am Montag / Geld oder Liebe

Zu meinem Geburtstag war ich im schönen Peak District in England und habe mit meinem Freund eine super schöne Wanderung in Dovedale gemacht.

Dort haben wir einen Baum der Wünsche gefunden (nicht zu verwechseln mit dem sprichwörtlichen "magic money tree", der eine politische Bedeutung hat), aber wenn man gut guckt, dann sieht man, dass man sich hier nicht entscheiden muss zwischen Geld oder Liebe... seht ihr die Metallherzen, die dort reingesteckt wurden auch?... Der Baum enthält also beides. Ich schätze, das funktioniert aber nur, wenn beide je eine Münze in die Baumrinde stecken und zwar direkt nebeneinander... hehe












Magic Money Tree unten links.

Noch eine kleine Liebesanekdote gefällig? In Dovedale gibt es auch einen ca. 36m hohen Felsen, der als "Lover's Leap" bekannt ist. Der heißt so, weil die Legende besagt, dass dort einmal eine Frau aus Verzweiflung hinunter gesprungen ist, weil sie dachte, ihr Liebhaber wäre im Krieg gefallen. Ihre Kleider verfingen sich im Gestrüpp und sie überlebte den Sturz. Angeblich stellte sich aber bei ihrer Rückkehr zu Hause heraus, dass ihr Liebhaber doch nicht umgekommen war. 

Lover's Leap
Dieses Montagherz erscheint heute zeitgleich bei den Fredissimas.

Montag, 6. November 2017

HERZ AM MONTAG / Fettes Herz

Ein großes Herz sollte jeder haben. Die Welt ist schon grausam genug... Aber es gibt auch fette Herzen! Und die kann man sogar käuflich erwerben, man staune:



Das fette Herz ist natürlich ein Sukkulent, eine sogenannte Fettpflanze. Es ist das Kamel unter den Pflanzen und speichert Wasser in seinen Höckern... äh... Blättern, damit es da wachsen kann, wo andere Pflänzchen schon längst ausgetrocknet und verdörrt wären.

Ja, auch wer als Mensch ein fettes Herz hat, das mit Liebe gefüllt ist, kann auch die schlimmsten Trockenphasen im Leben meistern! *sich da sicher ist*

Dieser Beitrag erscheint zeitgleich bei den Fredissimas.

Dienstag, 31. Oktober 2017

MONATSIMPRESSIONEN / Oktober 2017

Der Monat Oktober hat gleich am Anfang schon seine Weichen gestellt. Politisch mit der Bundestagswahl in Deutschland und den Einzug einer ekelhaft rassistischen Partei in den Bundestag, aber auch mit dem verbotenen Referendum über die Unabhängigkeit in Katalonien. Stürmische Zeiten kommen auch in den kommenden Monaten also noch auf Europa zu...

Apropos stürmische Zeiten... am 5. Oktober hat in Deutschland und somit selbstredend auch in Berlin der Orkan Xavier gewütet. Den ganzen Monat über konnte ich an verschiedenen meiner Lieblingsstellen die Sturmschäden beobachten und darüber staunen, was ein einzelner Tag mit Wetterextremitäten an Änderungen im Stadtbild hervorrufen können. Wir dürfen also gespannt sein, was die Zukunft bringt, sowohl politisch als umwelttechnisch.

Meine Impressionen:





Und hier noch ein cooler Baum, der einfach stehen geblieben ist:


Nach dem Sturm kehrt dann zumindest in der Welt der kleinen Pflänzchen wieder die Ruhe ein:



Ich wünsche euch allen einen weniger aufgewühlten November! Bis zum nächsten Monat.

Mehr Monatsimpressionen gibt es bei den Fredissimas.

Montag, 23. Oktober 2017

HERZ AM MONTAG / Herbstherzen

Unverkennbar: Er ist da, der Herbst. Blätter-Tsunamis überall und Farbexplosionen in den Baumkronen, bis diese dann demnächst ihre Blätterpracht verlieren und ganz kahl werden. Ich liebe es.

Und ich liebe es auch, Herzchen zu entdecken, die die Bäume mir vor die Füße streuen... wunderschöne stachelige Herbstherzchen.




Und wer hat das untere Kastanienherzchen geklaut? Na, bestimmt dieser Herzensdieb:



Dieser Beitrag erscheint zeitgleich bei den Fredissimas.

Montag, 9. Oktober 2017

HERZ AM MONTAG / Ein Herz für Barcelona

Es ist schön, neue Orte und Städte kennen zu lernen und ich hatte in diesem Jahr das Vergnügen, einige neue Eindrücke erhaschen zu dürfen.

Der letzte Ausflug war eine Geburtstagsreise, von Berlin über England nach Spanien und zwar zum schönen Barcelona, nach dem ich schon lange neugierig war. Brandaktuell war die politische Situation als wir dort waren, kurz vor dem Referendum in Katalonien über die Loslösung von Spanien. Das Referendum wurde von der Spanischen Hoheit verboten, was den Katalanen nicht daran hinderte, trotzdem abstimmen zu wollen und entsprechend sah das Straßenbild aus: Balkone waren über und über mit "Si"-Bannern geschmückt, oft begleitet von Fahnen in den katalanischen Farben. Ich bin kein Fan von nationalistischen Symbolen, aber ich sehe in der katalanischen Geschichte Parallelen mit der flämischen in Belgien über die ich gut Bescheid weiß.
Ich kann also nachvollziehen, dass der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung besteht, wenn die eigene Sprache nicht für offizielle Angelegenheiten genutzt werden kann, wenn Regieren in Bevormunden ausartet und ein Zusammengehörigkeitsgefühl besteht, das nicht gefördert, sondern unterdrückt wird.


Diese Zusammengehörigkeit habe ich in den letzten Septembertagen in Barcelona auf einer sehr angenehmen und friedlichen Art erleben dürfen. Punkt 22h klangen von überall her ungewöhnliche Laute. Es waren Klänge, die man so nicht oft hört: Das Schellen von Metalltöpfen und Pfannen, die gegeneinander geschlagen werden, simultan aus allen Richtungen auf den zahlreichen kleinen Plätzen und Balkonen. Man wähnte sich in einem Theaterstück. Menschen lächelten einen an und machten "Musik" bis Punkt 22.15h. Dann verstummte das Läuten genauso plötzlich und simultan wie es angefangen hatte. Die Protest-Viertelstunde war vorüber. Dieses spektakuläre Schauspiel wiederholte sich allabendlich.





Am Abend vor dem Referendum saßen wir gerade in einem Café und tranken Sangria als es losging. Angesteckt durch Gespräche mit Bewohnern, Plakate, Aufkleber und "Si"-Banner und auch durch die überaus entspannte Atmosphäre, die wir bei den Demonstrationen im Laufe des Tages und den anschließenden Kundgebungen erleben durften, nahmen wir solidarisch Schlüsselbund und Löffel und stimmten mit in die Viertelstunde der politischen Aufmerksammachung.

Ich habe Barcelona als eine überaus entspannte Stadt erlebt und das eine oder andere Herz im Vorbeigehen fotografiert. Ich hoffe aber sehr, dass die Situation dort nicht weiter eskaliert und ein friedlicher Kompromiss möglich ist.



Dieser Beitrag erscheint zeitgleich bei den Fredissimas.